Wenn das Beten sich lohnen würde...

Das Titelbild ist ein Ausschnitt des "Book of Kells" - es ist das Cover meines Papblanks(TM)-Buches, in das ich meine  Lieblingsgebete schreibe.

Unter dem Artikel findest du ein Foto aus meinem Gebet-Buch von der Neu-Übersetzung des Vater-Unser, über die spreche.

 

Aus der Reihe "Aspekte der Selbstfürsorge":

WENN DAS BETEN SICH LOHNEN WÜRDE

 

Hallo – schön, dass du da bist!

 

 

Wenn et Bedde sich lohne däät, wat meinste wohl,
Wat ich dann bedde däät.

 

 

Ich kann jetzt nicht wirklich Kölsch reden, aber BAP haben das in den 80er Jahren so schön ausgedrückt…

 

……

 

"Wenn das Beten sich lohnen würde, was meinst du wohl,
Was ich dann beten würde.

 

Ohne Prioritäten, einfach so, wie es käme, finge ich an,
Nicht bei Adam und nicht bei Unendlich, trotzdem: Jeder und jedes käme dran.
Für all das, wo der Wurm drin, für all das, was mich immer schon quält,
Für all das, was sich wohl niemals ändert, klar, und auch für das, was mir gefällt."

 

 

 

Wie ist das bei dir? Glaubst du, dass das beten sich lohnt?

 

 

Heute ist Karfreitag und damit einer der höchsten christlichen Feiertage.

 

 

Ich will jetzt gar nicht auf irgendwelche Religionen eingehen – aber es interessiert mich doch, ob du an irgendetwas glaubst, dass größer ist als du?

 

 

Nennst du es Gott, allerhöchster Geist, Quelle allen Lebens – hast du vielleicht gar keinen Namen dafür? Ist es das Leben an und für sich? Oder glaubst du einfach an dich selber?

 

 

Wenn du magst, scheib gerne in die Kommentare oder schick mir eine Mail– wie es dir damit geht – oder auch, was du noch von mir dazu hören möchtest….

 

 

Ich mag dir heute erzählen, was es für mich bedeutet und warum ich glaube, dass es auch dazu gehört, zu prüfen an was wir glauben – oder auch nicht – wenn wir gut für uns selbst sorgen wollen.

 

 

Ich bin Andrea Stark und als Systemische- und Releasing-Beraterin ist es für mich – persönlich und in meiner Arbeit – wichtig, mich auf etwas Höheres auszurichten. Ich bin nicht diejenige, die alles weiß und alles kann. Klar, ich hab ein paar Methoden, die ich anwende in der Arbeit mit den Menschen die zu mir kommen. Doch das, was es wirklich ausmacht, ist, dass ich mich ausrichte auf etwas Größeres – dass ich mich als Werkzeug zur Verfügung stelle, damit das Beste geschehen kann, für die Personen, die bei mir sind. Was weiß denn ich kleiner Mensch schon, was das Beste für jemanden ist?!

 

 

Mir ist vor ein paar Jahren in einem Buch von Monika Herz eine Neuübersetzung des Vater Unseres begegnet, die ich sehr mag. Dadurch dass es anders formuliert ist, konnte ich noch mal einen ganz neuen Zugang dazu finden. Und ich möchte dich einladen – ganz unabhängig davon, was du für Erfahrungen mit der Kirche gemacht hast – einen neuen Blick auf dieses Gebet zu werfen. Vielleicht einen neuen Zugang zu finden…

 

 

In Zeiten wie diesen – und auch gerade an Ostern – finde ich es hilfreich, sich neu zu besinnen. Jesus hat auch gezweifelt – er hat gesagt „Lass diesen Kelch an mir vorübergehen!“ – er ist auf dem Kreuzweg gestolpert und zusammengebrochen… Und doch ist daraus etwas Neues entstanden…

 

 

Wir alle sind jetzt irritiert und teilweise hilflos, manchmal sogar verzweifelt… Lasst uns einfach schauen - auch und gerade wenn wir nicht weiterwissen und einfach nur noch funktionieren müssen, weil es sonst scheinbar nicht weitergeht – also, lasst uns doch schauen, was uns helfen kann, Stabilität in dieser Unruhe zu finden.

 

 

Ich stelle die unten ein Foto des Gebetes aus meinem "Gebet-Buch" ein und möchte heute besonders diese Zeile mit dir teilen:

 

 

„Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen.“

 

 

Nicht für die nächsten 5 Jahre – noch nicht mal für die nächsten Monate – nur für heute.

 

Und morgen wieder: Nur für heute.

 

Und übermorgen wieder: Nur für heute.

 

 

Ich danke dir für deine Zeit und deine Aufmerksamkeit!

 

 

Wenn du magst, kannst du dir gerne meine Impulse zur Sebstfürsorge abonnieren (sie haben auch nichts mit Glauben oder Religion oder Gebeten zu tun 😉)  Die Anmeldung dazu findest du unten.

 

 

Hab’s gut

 

Deine Andrea

 

Die Übersetzung des "Vater Unser" aus meinem Gebet-Buch:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0